Bläserausflug zur Jubiläumsfeier des Hornensembles Siegburg-St. Augustin

50 Jahre Hornensemble Siegburg-St. Augustin. Unsere Bläserfreunde feierten dieses Jubiläum mit einem Jubiläumskonzert – und wir waren dabei!

Freitag: 26.08.2016

Die ersten Ausflügler starteten um 10:00 Uhr, die „Golden Girls“ Angelika, Andrea, Christine und Jutta um 14:00 Uhr, mit dem Nachteil eines deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen. Wir kamen gut durch, ohne Stau aber auch ohne Klimaanlage!

Schnell einchecken und Dusche und Klimaanlage genießen. „Sorry, für Kicinski/Brandes ist hier kein Zimmer gebucht.“ Wie bitte??! Zum Glück hatten wir die Bestätigung schwarz auf weiß. So ein großes Hotel wird doch noch ein Zimmer frei haben? Hatte es nicht! Aber das Rezeptionspersonal mühte sich redlich und Kirsten und Christine bekamen ihr Zimmer und irgendein unbekannter Gast musste in einem anderen Hotel einchecken.

Die erste Truppe (bis auf Rüdiger) hatte nun Zeit für einen Rundgang durch die ehemalige Bundeshauptstatt Bonn. Das Alte Rathaus, das Bonner Münster und das Geburtshaus L. v. Beethovens waren die Anlaufpunkte.

Rüdiger suchte in der Zwischenzeit seinen Autoschlüssel, der dann doch wieder auftauchte . Der ADAC musste die Kofferraumklappe nicht öffnen, obwohl Rüdiger zu gerne gewusst hätte, wie die das gemacht hätten. Ham´se aber auch nicht verraten.

Am Abend, die „Golden Girls“ waren inzwischen eingetroffen und frisch gemacht, trafen wir uns mit Erwin und Ingrid in der „Siegfähre“. Das Haus war proppenvoll, aber wir bekamen Dank Erwin´s Reservierung einen wunderbaren Tisch im Freien. Und man glaubt es kaum, aber bei den hochsommerlichen Temperaturen gewöhnten sich die „Heidjer“ auch ganz schnell an das kühle Kölsch.

Samstag, 27.08.2016

Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück nach Bad Honnef, genauer, an den Schiffsanleger auf der Insel Clemenswerth. Dort fand an diesem Tag ein Rockfestival statt und unsere Alphörner machten mit ihrer letzten Übungseinheit die Vorgruppe.

Danach warteten wir auf unser gebuchtes Schiff nach Linz.
11:15 Uhr war der Plan.
Kein Schiff zu sehen.

12:00 Uhr nur Lastkähne

12:10 Uhr Ein Passagierschiff kommt ………. Und fährt volle Fahrt vorbei

12:20 Uhr Ein Schiff, nein, ein Schiffchen kommt und dockt an. Darauf: Sardinen! Na ja, schon Menschen, die sich aber wie Sardinen fühlen mussten.

Fazit: Das Schiffchen fuhr ohne uns weiter – ein Highlight war gestrichen. Der Biergarten war kein gleichwertiger Ersatz. Mit einem Kaltgetränk im Magen und den lauten Klängen des Soundchecks der Rockbands verließen wir das Ufer des Rheins und fuhren zurück zum Hotel. Nochmal kurz frisch machen für das Konzert.

St. Augustin, Styler Missionare, eine riesige Hallenkirche – akustisch nicht ganz unproblematisch. Vor dem Hauptportal empfängt uns eine indische Hochzeitsgesellschaft – ein wirklich buntes Bild.

Unsere Jagdhornbläser hatten trotz der mörderischen Hitze viel Spass, unter der Leitung von Meike Unger, die zahlreichen Gäste mit jagdlichen Klängen zu begrüßen.

Drinnen startete dann um 16:00 Uhr das Jubiläumskonzert im bis auf den letzten Platz gefüllten Kirchenschiff.

Es war ein wirklich bunter und kurzweilig moderierter Reigen deutscher, österreichischen und französischer Jagdmusik und einem tollen Männerchor.

Für die meisten Zuhörer waren sicherlich die Arrangements für Waldhörner und Parforcehörner zum ersten mal zu hören. Auch das uraufgeführte Stück: „Durch die Heide“ , eine Eigenkomposition von Erwin bewies, dass man trotz zahlreicher Literatur und der Beschränkung auf die Naturtöne ein neues, flüssig durchlaufendes und eingängiges Musikstück komponieren kann.

Im Konzert waren wir Celler als „Heideschnucken“ nur mit den Alphörnern vertreten. Aber der Applaus und die vielen positiven Rückmeldungen aus dem Publikum hat mehr als bestätigt, dass wir mit der Stückeauswahl und der Präsentation genau richtig lagen.

Nach 2 ½ Stunden! Wurde das Konzert mit „Kein schöner Land“ und „Sortie de Messe“, vorgetragen von allen Parforcehörnern und langanhaltenden Beifall – fast – beendet. Als Zugabe wurde von allen noch „Großer Gott“ geblasen – nicht geplant und ganz ohne Noten.

Puh! Aber nun meldete sich Durst und Hunger. Also, auf direktem Weg in´s Schützenhaus!

Dort war schon angezapft, die Wildsau drehte sich am Spieß und die Würste nahmen Farbe an. Die Bierbänke luden unter dem Schatten der der alten Bäume wieder zum Sitzen ein – und waren nicht unbequemer als die Kirchenbänke.

Musik musste bei dieser Truppe nicht eingekauft werden – die hatte alles dabei. Jede Bläsergruppe präsentierte sich nochmal mit ihren Lieblingsstücken. Lucas, der engagierte der Kölner Gruppe stellte sich spontan zu uns und wollte unbedingt mitblasen. „Im Gwantl“? „La Marche de Dampleaux“? Kenne ich nicht. Habt ihr Noten? Es klappte wunderbar.

Nachts um ½ 12 Uhr strichen einige die Flügel und da wir – gemeinsam gekommen – auch gemeinsam gehen wollten, verließen wir den gastlichen Ort und ließen uns von den vier nüchtern gebliebenen in unser Hotel chauffieren.

Ab in´s Bett – aber nur die mit den hängenden Flügeln – die Fitten, also die „Golden Girls“ und ein paar andere, genossen noch den von Rüdiger ausgeschenkten Sekt auf Eis auf der Raucherbank vor dem Hotel bei – gefühlten – 25°C.

Sonntag, 29.08.2016

Nach einem wieder ausgiebigen Frühstück teilte sich die Truppe dann in Heimfahrer, Urlaubsfahrer und Kölnfahrer auf.

Die Kölnfahrer trafen sich am Kölner Dom wieder – genauer im Dom Cafe bei einem leckeren Eis. Nicht ohne vorher im Museum Ludwig festzustellen, dass Kunst und Schrott doch sehr nahe aneinander liegen können.

Das Dom Cafe hat Stil und selbst die Toiletten sind wirklich extravagant. Für Rüdiger war das aber alles zu viel an Modernität. Dass er bei seinem Geschäft hinter einer durchsichtigen Glastüre sitzen sollte – nicht riech- aber sichtbar – das ging ihm dann doch zu weit. Da kann er dann richtig motzig werden. Er ging dann aber nochmal, als man ihm den Trick verraten hatte …… und kam ganz entspannt zurück.

Um Punkt ½ 12 Uhr trafen wir uns mit unserer Stadtführerin Elke Hecker (gebucht und erschienen!). Es sollte eine lockere und doch sehr informative Stadt- und Domführung werden, wo wir auch einiges über die für die Kölner so wichtigen „Knöchelchen“ erfuhren.

Der Abschluß war natürlich ein Kölsches Brauhaus – ein „Muss“ für jeden Kölnbesucher!

Ein Tisch für 11 Personen war im „Früh“ gleich gefunden und der Köbes nahm – etwas widerwillig – die umfangreiche Bestellung von alkoholfreiem Kölsch auf. Und Hunger hatten wir inzwischen auch. Kirsten bekam ihren „Halfen Hahn“ und weiß jetzt endlich, wie ein Röggelchen schmeckt und Christine lernte die Freundlichkeit eines Kölschen Obers, also dem Köbes, auf der Richterskala kennen.

Dann ging es aber auch für die „Kölngruppe“ nach Hause, wo nach vier Stunden auch alle mehr oder weniger geschafft, aber gesund ankamen.

Ein sehr abwechslungsreicher und kurzweiliger Ausflug ging zu Ende. Der Alltag hat uns wieder – aber die Erinnerung bleibt.